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RAUM 38.04 - GOTTFRIED HELNWEIN - KINDERHAND UND KINDERGESICHTERKunst am ArbeitsplatzDZ BANK Kunstsammlung 2005 |
| Mit dem im April 1993 eröffneten Hochhauskomplex von Kohn/Petersen/Fox in der Frankfurter Westendstraße, der längst einen unverwechselbaren Platz in der Skyline einnimmt, verfügt die DZ BANK über ein modernes Dienstleistungszentrum. Wie schon Claes Oldenburgs und Coosje van Bruggens Krawatte - "Inverted Collar and Tie",1994 - auf dem Vorplatz deutlich macht, versteht das Institut Kunst als Element der Unternehmenskultur. So wurde seit dieser Zeit eine "corporate collection" aufgebaut, die mit über 5.000 Exponaten zu einer der größten und angesehensten ihrer Art zählt. |
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GOTTFRIED HELNWEIN - Kinderhand und Kindergesichter - Klaus Honnef Helnweins künstlerische Praxis beruht auf der Erkenntnis dergrundsätzlich unterschiedlichen Seinsform von Fotografie und Malerei. Einerseits schöpft er als einer der konsequentesten Multimedia-Künstler überhaupt die spezifischen Möglichkeiten der jeweils verwendeten Medien bis zu den Grenzen ihrer Horizonte aus - neben Fotografie und Malerei die Zeichnung und die Performance -, spiegelt sie andererseits, aber auch gewissermaßen ineinander, so daß sie sich gegenseitig erhellen und in ihrer Wirkung steigern. Mit dem frappierenden Ergebnis, daß seine Aquarelle die leuchtende Transparenz von Diapositiven besitzen, obwohl die Duftigkeit der Farben nicht beeinträchtigt wird, und seine naturalistisch-realistischen Gemälde die Brillanz von Lichtbildprojektionen, die im handwerklichen Medium nur durch akribische Übertragung fotografischer Techniken erreichbar ist, und daß seine Fotografien wiederum die intensive Gegenwärtigkeit von Gemälden erlangen. => GOTTFRIED HELNWEIN - Kinderhand und Kindergesichter - Klaus Honnef |
| Lernen Sie die DZ BANK Kunstsammlung kennen! Im Gebäude Westend 1 in Frankfurt finden Sie auf jeder Etage fotografische Werke bedeutender Künstler. |
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Etage Künstler Werk Westend 1/ Eingangslobby Marie-Jo Lafontaine Videoskulptur mit Klanginstallation: "Berauscht von Ewigkeit vergesse ich die Bedeutungslosigkeit der Welt" Cityhaus II, Flur Clegg & Guttmann Museum for the Workplace Cityhaus II, Unterführung zum Westend 1 Robert Barry Wallpiece 03. Etage Helmut Schweizer s/w-Fotografien, "Handlungen alltägliches" 04. Etage Will McBride s/w-Fotografien; diverse Titel 07. Etage Will McBride s/w-Fotograifen; diverse Titel 08. Etage Johannes Brus, Erwin Wurm, Roman Signer Das energetische Potential der Dinge 13. Etage Laurenz Berges, Lynne Cohen, Katharina Bosse, Günther Förg, Matthias Hoch Innenräume 16. Etage Beat Streuli New York City 1991/93 17. Etage Walter Niedermayr Die bleichen Berge 18. Etage Franco Fontana Landschaften 19. Etage Boris Savelev diverse Titel 20. Etage Jan Dibbets a.d.S.: Ten Cupolas + Ten Windows 21. Etage Stephen Shore Uncommon Places 22. Etage Virxilio Vieitez/Wolfgang Tillmans Familienbilder 24. Etage Emanuel Raab/Lewis Koch heimat.de/Nachtlandschaften 26. Etage Tamara Grčić Die Bank, Frankfurt 28. Etage Ralph Gibson, Bettina Rheims, Miron Schmückle, Stefan Weiss Körper 29. Etage Mario Giacomelli s/w-Fotografien; diverse Titel 30. Etage Axel Hütte Landschaften 31. Etage Heinrich Riebesehl/Gerd Kittel Aus der neuen und der alten Welt 32. Etage Boris Becker, Roland Fischer, Naoya Hatakeyama, Heiner Schilling Architektur 33. Etage Nobuyoshi Araki, Imogen Cunningham, Joan Fontcuberta, Brigitte Kleinehanding, Marie-Jo Lafontaine, Werner Pawlok, Sigrid Rothe, Dennis Stock Blumen 34. Etage Arthur Tress Teapot Opera 35. Etage Sebastião Salgado Aus den Werkgruppen: Sahel, Workers, Lateinamerika 36. Etage Graciela Iturbide, Albrecht Tübke, Lars Tunbjörk Bürger 37. Etage Pietro Donzelli s/w-Fotografien; diverse Titel 38. Etage, Foyer Anna und Bernhard Blume Metaphysik ist Männersache 38. Etage, Empfang Robert Barry Wallpiece, Portraits 38. Etage, Flubereich Gisèle Freund Luigi Ghirri Mario Cravo Neto Portraits Atelier Morandi Voodoo Raum 38.01 Anton Corbijn Bono, Mexico, 1997 Joni Mitchell, Santa Monica, 1999 Raum 38.02 Astrid Klein Rudolf Bonvie Gedankenchips Eniac I Raum 38.03 Angela Grauerholz Basel Raum 38.04 Gottfried Helnwein Kinderhand und Kindergesichter Raum 38.05 Emanuel Raab Zelt, Konstruktion Raum 38.06 John Baldessari Six Colour Coded Notes Pads Six Colour Coded Lamps Raum 38.08 Inge Rambow Wüstungen Raum 38.10 William Wegman Letters Raum 38.11 Mario Merz Isola della Frutta Raum 38.12 Thomas Bayrle Pfingstsonntag 1993; Aus der Serie: Grid Raum 38.13 Nobuyoshi Araki Laments: From Close-Range Raum 38.14 Jochen Gerz Your Art Raum 38.15 Hiroshi Sugimoto Aegean Sea, Pillion 1; Black sea, Ozuluce; Mirtoan sea, Sounion I; North Atlantic, cliffs of moher I; Mediterranean sea, Cassis II; Ionian sea, Santa Cesarea I 40. Etage Gert Kittel Larry Fink Arno Fischer Menschenbilder: Route 66 Aus der Serie: Broker Ost-Berlin, West-Berlin, Müritz 41. Etage Guido Guidi Landschaften 42. Etage Magdalena Jetelová Atlantic Wall 44. Etage Luigi Ghirri Die unspektakuläre Stille 50. Etage James Turrell Skylobby - Bar |
| Darüber hinaus ist das Unternehmen auf vielfältige Weise in der Kunstförderung engagiert. Substanzielle Teile der Kunstsammlung gingen in jeweils abgewandelter Form 1998 - 2000 unter dem Titel "Das Versprechen der Fotografie" mit großer internationaler Resonanz auf eine Ausstellungstournee durch renommierte Kulturinstitute von Tokio und Hannover über Paris und New York bis nach Berlin, Frankfurt und Brüssel. Die vorerst letzte Präsentation unter diesem Thema fand im Rahmen der deutsch-russischen Kulturbegegnung 2004/2005 in Moskau statt. |
| Die Sammlung konzentriert sich auf das fotografische Bild in der internationalen zeitgenössischen Kunst und damit nicht nur auf das Schlüsselmedium aller technischen Bildgenerierung, sondern auch auf einen Motor der Kunst spätestens seit den sechziger und siebziger Jahren: das Spannungsfeld zwischen Malerei und Fotografie. |
| Man kann nämlich sagen, die Einverleibung der Normen der Malerei durch die Fotografie ist das eigentliche Kunstereignis des 20. Jahrhunderts. Die Sammlungsstrategie geht von der Aktualität aus, wobei der Schwerpunkt naturgemäß bei den achtziger und neunziger Jahren liegt. Hilla und Bernd Becher und ihre "Schule" (etwa Andreas Gursky, Candida Höfer und Thomas Ruff) nehmen hier einen wichtigen Platz ein. Das breite Sammlungsspektrum erlaubt, das Medium Fotografie von seinen Anfängen als Dokumentationsmittel bis zu seinen heutigen vielfältigen Beziehungen zu anderen Kunstformen zu verfolgen. Es erstreckt sich unter anderem vom Dokumentarismus klassischer Reportagefotografie (Barbara Klemm, Sebastião Salgado) über malerisch orientierte subjektive Sichtweisen (Angela Grauerholz, Tracey Moffatt) und medienreflexive Ansätze (Thomas Florschuetz, Rodney Graham) bis zu konzeptuellen und raumbezogenen Bildvorstellungen (Jochen Gerz, Alex Hartley). |
| Große Teile des Bestands sind in der Frankfurter Zentrale der DZ BANK und in zahlreichen in- und ausländischen Niederlassungen für die Mitarbeiter - sowie für Kunden, Gäste und die kunstinteressierte Öffentlichkeit - immer präsent. Obwohl jede Etage - ob monografisch, dialogisch oder thematisch angelegt - für sich stehen kann, vermittelt sich die besondere Qualität dieser Kunstsammlung vor allem im Gesamtzusammenhang der im Haus gezeigten Werke. |
| Hubert Beck |
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